RadioOnkologie Bremen
Medizinisches Versorgungszentrum
Fachbereich RadioOnkologie Bremen
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Die Damen in der Anmeldung sind die ersten Ansprechpartner für unsere Patienten. Sie sind für alles Organisatorische zuständig, nehmen Ihre Daten auf und medizinische Unterlagen und Vorbefunde entgegen und legen eine Patientenakte an, und sind die primären Ansprechpartner, wenn Sie ein Rezept, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung oder einen Taxischein benötigen. Zur Erstvorstellung sollten bitte alle Ihnen zur Verfügung stehenden Krankenunterlagen, d. h. Arztberichte wie auch Röntgenbilder mitgebracht und vorgelegt werden.
Direkt vor der Anmeldung befindet sich der Wartebereich mit den benachbarten Arzt- und Untersuchungszimmern. Dort finden die Beratungs- und Aufklärungsgespräche sowie die Erstuntersuchung des Patienten statt.
Patienten, die bereits in Bestrahlungsserie sind und zur täglichen Bestrahlung kommen, werden aus dem Wartebereich im 2. Untergeschoss direkt vor den Bestrahlungsgeräten, aufgerufen.
Das Versogungszentrum verfügt über einen eigenen Computertomographen zur Bestrahlungsplanung und sogenannten virtuellen Simulation. Diese moderne Spiral-Computertomographie ist besonders für die Anforderungen der Strahlentherapieplanung mit einem Laserpositionssystem und verschiedenen Lagerungshilfen ausgestattet. Hier werden in kurzer Zeit, d.h. in wenigen Minuten die für die Bestrahlung vorgesehenen Regionen des Patienten in einem Schnittbildsatz dargestellt und mittels eines umfangreichen kompletten Datensatzes an die physikalische Bestrahlungsplanung weitergeleitet. Des weiteren kann an diesem Computertomographen auch die sogenannte virtuelle Simulation durchgeführt werden.
Die Bestrahlungsplanung erfolgt computertomographiegestützt, d. h. der Arzt definiert in den Schnittbildern des Patienten das zu bestrahlende Zielvolumen und konturiert diese Region. Die für die Erkrankung und das Tumorvolumen erforderliche Dosis wird festgelegt und von den Medizinphysikern wird computergestützt mit einer speziellen Software ein Bestrahlungsplan errechnet. Dieser Bestrahlungsplan muss neben der gewünschten Dosis im Tumorbereich auch die Toleranzen der umgebenden Normalgewebe und gesunden Organe berücksichtigen. Häufig werden mehrere Varianten errechnet und in gemeinsamer Diskussion von Ärzten und Physikern die optimale Bestrahlungstechnik festgelegt. Danach erfolgt über das Computernetz die Übertragung des Bestrahlungsplans mit allen erforderlichen Daten direkt an die Bestrahlungsgeräte.
Diese beiden Beschleuniger verfügen jeweils über die Möglichkeit mit elektromagnetischen Wellen, sogenannten Photonen, als auch mit Teilchen, sogenannten Elektronen zu bestrahlen. Beide Strahlenqualitäten stehen in verschiedenen Energien zur Verfügung. Beide Beschleuniger sind mit modernen Multi-Leaf-Kollimatoren ausgestattet, die über eine elektronische Steuerung ihrer jeweils 80 Wolfram-Lamellen in X- und Y-Ausrichtung eine individuelle Feldform und damit sehr optimierte Anpassung an das gewünschte Zielvolumen ermöglichen.
Vor den Beschleuniger-Bestrahlungsräumen befinden sich neben den Patientenkabinen die Schalträume, von denen aus die gesamte Bestrahlung gesteuert und überwacht wird. Hier arbeiten die Teams unserer medizinisch-radiologischen Assistentinnen und Assistenten. Über 2 Monitore wird der jeweilige Bestrahlungsraum beobachtet und während der Bestrahlung der dort liegende Patient überwacht. Eine Wechselsprechanlage gestattet direkt die Kommunikation mit dem Patienten. Über die Bedienkonsole erfolgt die Steuerung des Beschleunigers, hier werden für den individuellen Patienten alle Bestrahlungsparameter aus der Patientendatenbank und dem jeweiligen Bestrahlungsplan aufgerufen. Während der Bestrahlung ist das jeweilige Bestrahlungsfeld auf einem Monitor zusätzlich eingeblendet.
Bei der Ersteinstellung eines Patienten am Beschleuniger wird die Genauigkeit der Lagerung und Akuratess der Einstellung von jedem Bestrahlungsfeld mit Verifikations-Röntgenaufnahmen überprüft und digital gespeichert. Jede weitere Änderung oder Einstellung neuer Bestrahlungsfelder wird ebenfalls mit Röntgenfilmen und Beurteilung durch einen Facharzt kontrolliert und dann für die Bestrahlung freigegeben.
In regelmäßigen Abständen werden während der Bestrahlungsserie weitere Röntgenfilmkontrollen durchgeführt, um die konstante Feldlokalisation zu dokumentieren. Diese Kontrollaufnahmen, die die Bestrahlungsqualität dokumentieren, werden auch nach Ende der Behandlung entsprechend der Strahlenschutzrichtlinie mit allen Patientenunterlagen 30 Jahre in der Strahlentherapie archiviert.